Neuraltherapie

 
NeuraltherapieNeuraltherapie ist ein Behandlungskonzept, das insbesondere bei der Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen angewendet wird. Die N. wurde 1920er Jahren von den Brüdern Huneke eingeführt. Sie wurde entwickelt in der Abkehr von der modernen Symptommedizin und beruht auf Prinzipien der Kybernetik. Der Mensch wird als ein System bestehend aus vielen Teilsystemen verstanden.

Jedes dieser Teilsysteme steht in ständiger Wechselwirkung mit den anderen Teilsystemen. Krankheit wird als eine Folge von Regulationsstörungen durch gestörte Informationsbildung, -übertragung und -verarbeitung in diesem System verstanden.

Der Behandler kann nun steuernd auf dieses System einwirken und das natürliche Gleichgewicht wiederherstellen, indem er die Störsignale löscht. Dies erreicht man zum einen durch die Blockierung der Nervenzellen mittels Injektion von Lokalanästhetika oder Kochsalzlösung, was dem Körper z.B. das „Schmerz-Verlernen“ ermöglicht. Auch Narben und andere Störfelder wie z.B. Entzündungsherde werden mithilfe von Injektionen entstört und ihr negativer Einfluss auf das System aufgehoben. Dabei kann z.B. die Entstörung einer kleinen Narbe weitreichende positive und heilende Einflüsse auf weit entfernt liegenden Körperareale, Organe oder sogar auf den gesamten Organismus haben („Sekundenphänomen“).


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Buchtipp:

Wissenswertes zur Neuraltherapie nach Huneke, P. Dosch, Karl F. Haug Fachbuchverlag (1997)